„Du musst nicht Dein Leben ändern – Du musst Dein Ändern leben!“

Dieses Zitat, welches mittlerweile Einzug auch in die Popkultur gefunden hat, wird dem Lyriker Rainer Maria Rilke zugeschrieben. Leider stammt es nicht vom ihm, trotzdem steht es seit Februar 2018 als  Maxime für mich.

Vorgeschichte

Vom Kurs „Fussballfans im Training“ hatte ich bereits gelesen und war doch beeindruckt, dass mein Club so etwas anbietet. Aber natürlich lange Zeit habe ich nicht darüber nachgedacht auch für mich etwas zu tun, geschweige denn mich für einen der Kurse anzumelden.

Bis an einem beliebigen Tag zum Jahreswechsel 2017/2018. Zuhause haben wir mit den Kindern in alten Fotoalben gestöbert und bei verdächtig vielen Bildern kam von meinen Kindern der Kommentar: „…waaaas, DAS bist Du?“ Tja, das WAR ich wohl eher mal. Auf den Bildern ist ein junger, sportlicher Mann zu sehen, dem die Welt offen stand und der vor Energie nur so zu strotzen scheint.
Das Altern lässt sich nicht aufhalten (ein gemeiner Scherz der Natur, die sich täglich darüber kaputt lacht), aber die Raumfülle, die mein Körper in den letzten 25 Jahren angenommen hat, habe ich mir selbst zuzuschreiben.

Ich habe immer genug Gründe gehabt mir selbst vorzulügen, warum ich so Barock gebaut bin – Bürojob, viel Stress, bin abends zu kaputt für irgendwas…
Diese Liste lässt sich vermutlich beliebig fortsetzen. Am Ende aber sind es alles nur Ausflüchte und zählt ehrlicherweise nicht.
Nachdem wir die Bilder alle wieder aufgeräumt hatten sind noch einige Tage ins Land gegangen, aber der Gedanke, dass was passieren muss hat mich nicht mehr verlassen.
So habe ich mich Ende Januar für den dritten FFIT-Kurs angemeldet.
Ich bin ehrlich –ich habe nicht mit einer Zusage gerechnet. Aber ich konnte mir sagen „Ich habs ja probiert“ –wieder so eine Ausflucht. Am 05.02.2018 kam zu meiner Überraschung die E-Mail mit der Zusage, dass ich in der Gruppe mit dabei bin.

Mit Vorfreude und Spannung auf das vor mir liegende bin ich dann zum ersten Treffen am 28.02. an den Valze gefahren. Aus den CSR-Mails wusste ich ungefähr, was mich dort an diesem ersten Abend erwartet.

Die Vermessung der Welt!

116 – 123 – 36,2 – 164/106 – 88 – 38,3 – 28,1

Was für brutale Zahlen

  • 116 Kg Gewicht (bei dem Gewicht sollte ich besser 2,13 m groß sein, bin ich aber nicht)
  • 123 cm Bauchumfang (zu Zeiten des Barock ganz schicklich)
  • BMI bei 36,2 (ist bei mir dann eher der Body-MASSIVE-Index)
  • Blutdruck 164/106 (Betablocker ist keine Position im American Football)
  • Ruhepuls bei 88 („RUHE“puls?)
  • Körperfett bei 38,3% (dazu sag ich besser nix, hält wenigstens schön warm)
  • Muskelanteil bei 28,1% (reicht um Chipstüten ohne Anstrengung aufzureissen)

Über den Inhalt der Stunden (Theorie und Praxis) haben andere schon berichtet, bzw. werden wohl noch einige Berichten. Ja, die Theorie ist wichtig.
Aber um ehrlich zu sein, gab es da für mich nicht viel Neues zu erfahren. Was gesunde Ernährung ist und wie wichtig diese ist wusste ich vorher schon, hab es aber gepflegt ignoriert.
Trotzdem war dieser Abend mein Trigger, den ich gebraucht habe. Vor allem, weil es keine erhobenen Finger und Moralpredigten gibt.
Ich will nicht behaupten, dass ich meine Ernährung um 180° umgestellt habe. Aber es kommt dem sehr nahe.
Wichtig für mich war aber der Gruppenzwang. Alleine hätte ich die Veränderungen nie durchgehalten und wäre nach spätestens 2 Wochen wieder in alte Muster verfallen. Da aber noch andere da sind, vor denen man sich präsentiert und auch noch gemeinsam Ziele verfasst wurden, blieb mir nichts anderes übrig als es durchzuziehen –bis heute, 3 Monate später, halte ich durch.
Ich habe Süßem fast gänzlich abgeschworen, mein Fleischkonsum hat sich auf ein kleines Maß reduziert (vor allem kein Schweinefleisch mehr). Alkohol ist beinahe nur eine vage Erinnerung. Mein Speiseplan wird durch viel Gemüse, Salat und Obst dominiert. Ich will nicht sagen, dass es eine Obsession geworden ist, aber zu Hause wurde ich schon wegen meiner Vorträge über falsches Essen gemaßregelt.

Ich habe neben den Sporteinheiten am Valze begonnen 2-3 Mal die Woche zu laufen.
Ich habe mich einer Laufgruppe mit Trainer angeschlossen, werde am B2RUN 2018, am Nürnberger Stadtlauf, am Schwabacher Stadtlauf und vielleicht an anderen Läufen teilnehmen. Natürlich laufe ich mit einer App, die meine Fortschritte protokolliert. Alleine im Mai bin ich vermutlich mehr Kilometer gelaufen als in den Jahren zuvor in Summe.

Zwischenrechnung

105,1 – 112,5 – 32,8 – 147/96 – 74 – 33,8 – 30,7

Sind immer noch keine reine Poesie, aber bestätigen mich darin weiter zu machen.

„Du musst nicht Dein Leben ändern – Du musst Dein Ändern leben!“

Das  hätte ich definitiv nicht ohne die Gruppe und auch nicht ohne unsere Trainer Lukas „Quälix jr.“ Fuchs 😉  geschafft. Danke Männer, auch euer Erfolg ist mein Ansporn weiter zu machen.

Wir sehen uns am Valze!

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Ein Kommentar zu „Du musst nicht Dein Leben ändern – Du musst Dein Ändern leben!“

  1. winkl sagt:

    Klasse Bericht Alex

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